Bericht der Geschäftsleitung 2014-06

Gepostet von am 2014-06-16 in Blog | Kommentare deaktiviert für Bericht der Geschäftsleitung 2014-06

Die positive Entwicklung des europäischen Automobilmarktes, sowie die Erholung des europäischen Motorradmarktes hat uns im ersten Halbjahr gut getan.

Im Frühjahr konnten wir uns deutlich verbessern, nach den ersten vier Monaten mit schlimmen Ergebnissen. Es scheint derzeit, dass wir einen Entwicklungspartner in Italien für eine gemeinsame Einspritzung für Lösungen für kleine Motorräder gefunden haben. Der Betrieb ist weltweit präsent und hat speziell in China und Indien Niederlassungen gegründet und Partnerschaften begonnen – also dort, wo das Motorradgeschäft richtig läuft. Neben dem herkömmlichen Dichtungs- und Stanzteilegeschäft hat der Betrieb einen kleinen Elektronikbereich zugekauft, der sehr erfolgreich gestartet ist, und in Zeiten der Krise hat man dort in Italien die Umsätze verdoppelt und lag im vergangenen Jahr bei rund 90 Millionen € Umsatz. Bei einem kürzlich durchgeführten Besuch konnte ich unsere Pläne einer vertiefenden Zusammenarbeit nochmals deutlich machen, und Ende des Monats beim Besuch des indischen Partners werde ich versuchen, über diese Firma einen Fuß in das schwierige dortige Geschäft zu bekommen.

Seit dem Frühjahr haben wir Verstärkung im Vertrieb bekommen, und es wurden bereits die wichtigsten Partner besucht. Derzeit versucht wir die Kunden für unsere Lötöfen wieder etwas stärker anzusprechen, um diesen Bereich auszubauen.

Anfang Juli konnten wir an BMW die erste Serienlieferung mit 160 Stück der Schaltassistenten ausliefern, trotz aller Änderungen in letzter Minute, sowie trotz der Anlaufprobleme auch bei unseren Zulieferanten.

Von einem weiteren großen Motorradhersteller sollte diese Woche die Vergabe der Werkzeuge für neue Ölspritzdüsen erfolgen. Nach mehreren kleineren Änderungen, kam im letzten Moment nochmals eine Änderung, die jetzt erst umgesetzt werden muss.

Allmählich läuft die Fertigung der Ölspritzdüsen für die VW Gruppe rund und wir können Zug um Zug unseren Rückstand abbauen, auch wegen der kommenden Betriebsurlaube. Eher schwierig scheint es, von diesem Kunden größere weitere Aufträge zu erhalten, da die Einkäufer die Vorgabe haben, extreme Targets bzw. Preisvorstellungen vorzugeben, drei Jahre mit jeweils 5 % Ratio zu verlangen und bei Vergabe auf die laufenden Serien der weiteren Produkte einen Nachlass von 10% zu gewähren. Auch der Presse ist zu entnehmen, dass die Konzernergebnisse im Branchenvergleich zu niedrig liegen und deshalb bis 2017 um 5 Milliarden € verbessert werden müssen – jeweils pro Jahr! Zu einem Großteil soll das aus den Fixkosten und von den Lieferanten kommen.

Wörtlich sagte Herr Winterkorn zu seinen Führungskräften: „Es gelte Maßnahmen zu ergreifen, die deutlich, wirksam und schmerzhaft seien.“

Keine guten Aussichten!

Die schwierige Zeit scheint nicht vorbei zu sein, und zusammen mit Ihrem Betriebsrat werden wir weitere Lösungen suchen müssen, um zu bestehen, bis wieder bessere Umsätze erwirtschaftet werden können.

Ihr

Jochen Preißl

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